Ich bin wütend………..

Heute und vor ein paar Tagen war es wieder soweit. Ich werde angefeindet. Nein, nicht einmal ich persönlich. Meine Tochter wird belästigt und ihre Freunde.

 

Ich möchte schreien, toben, ausflippen und doch bleib ich ruhig. Dieser Mann, der das tut schreibt davon dass er aufrichtig bedauert, dass ich die Mutter meiner Tochter bin und dass die Leute froh sein können mit der Transenbrut nichts zu tun zu haben.

 

Der Irrsinn an dieser Sache ist jedoch, dass er nicht den Mut hat, uns selbst damit anzuschreiben. Er ist nicht reif und erwachsen genug, Klartext mit mir oder meinem Mann zu schreiben. Er geht an junge Erwachsene. Welche, die mit uns sogar nichts zu tun haben.

 

Ich sitze hier und bin einmal mehr machtlos. Meine Tochter redet mit mir, hat mir den Screen geschickt. Tun kann ich nichts, außer ihr zu raten, diesen Menschen auf Facebook zu blockieren. Es zerreißt mich, dass sie in seinen Hass hinein gezogen wird. Sie und ihre Freunde.

 

Was macht mich zu einer Mutter, deren Tochter man bedauern muss?
Vielleicht die unbedingte Liebe für meine Kinder? Die Tatsache dass ich alle zu reifen toleranten Menschen erzogen habe? Dass ich ihnen zeigte, dass es Regeln und Konsequenzen gibt? Vielleicht die Tatsache, dass ich immer und uneingeschränkt nach meinen Möglichkeiten für sie da bin? Eventuell liegt es auch daran, dass ich ihnen immer helfe wie es mir möglich ist? Dass ich ihnen immer zur Seite stehen und immer für sie erreichbar bin, obwohl sie bereits erwachsen sind?
Geht es vielleicht darum, dass mein Mann mehr Vater für meine Kinder ist, als es ihre Erzeuger je waren? Dass er sich ein Bein für sie ausreißen würde, wenn es ihnen dadurch gut gehen würde? Geht es darum, dass er stundenlang läuft nur um ein Papier abzuholen, dass meine Tochter so dringend gebraucht hat? Geht es darum, dass meine Tochter einmal sagte: „Wenn ich einen Papa irgendwann gewollt hätte, müsste er sein wie du“
Ist es die Tatsache, dass er meine Kinder ebenso bedingungslos liebt wie ich?

 

Nein, dieser Mann sagt es ganz genau: „diese Transenbrut“.

Hier geht es nicht um Erziehungsfehler. Nein, nur und ausschliesslich um die Tatsache, dass mein Mann ein Transgender ist.

 

Dieser Mann hat mich und meinen Mann blockiert auf FB und ist für uns nicht erreichbar. Und dennoch, tut er Dinge, die mir in der Seele weh tun.

 

Das passiert mir oft. Ich werde über fünf Ecken verletzt. Nur dies hier ist neu. Meine Kinder werden in etwas hinein gezogen, wofür sie so gar nichts können. Nur weil sie ebenso tolerant sind wie ich.
Immer wieder treten Menschen in mein Leben, die ich gerne schütteln würde, für ihre Engstirnigkeit, ihren Hass auf alles Fremde.
Und trotzdem bleibe ich ruhig.

 

Diese Kriege führe ich oft im inneren und keiner bemerkt es. Der Hass, die Intoleranz schlägt Wellen, weil Menschen engstirnig sind und ihren Standpunkt, wie sie es nennen, vertreten. Jedoch ist diese Welt voller Schwulen, Lesben, Transgender und vielem mehr. Unsere Welt ist bunt und das macht sie so einzigartig und wertvoll.

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